Sonntag, 22. Juni 2008

Das Leichte und das Schwere

Als ich mir letztens überlegt hatte, mein Blog zu schließen, ging es mir erst super und dann weniger gut. Die auf Einseitigkeit beruhende Liebesbeziehung wird also so lange weitergehen, bis sie aufhört. Seit Tagen nehme ich geistigen Anlauf für einen weiteren Beitrag... Es passiert aber auch so garnichtsviel! Das Leben bewegt sich hauptsächlich zwischen Bett und Büro hin und her - dazwischen allerdings liegt Berlin, und deshalb passieren doch viele viele gute Dinge, die mir mit ihrer Güte eins über meinen schweren Kopf ziehen und mich zwingen, positiv zu denken. Gestern zum Beispiel hat Thees Uhlmann im Rahmen der fête de la musique im Mauerpark gespielt, was toll war. Als ich zur Bühne lief, kam mir ein frischgebackener Vater entgegen, der ein Würmchen Mensch in den Armen trug und ein meterlanges unsichtbares Schutzschild aus Glück vor sich und seine zerbrechliche Errungenschaft hielt- das war noch toller. Und ein kleines bisschen am tollsten war mein Ausflug zum Müggelsee, von dem ich soeben zurückgekommen bin und der mich nun ohne Fussballumschweife ins Bett befördern wird.
Viele Grüße von der täglichen Heldin der Arbeit!
Das Übrigens der Woche: Ein unangekündigtes, anlassloses Geschenk zugeschickt bekommen; Fussball ohne rechte Idioten; Gemüse-Suppe mit Mais; Sommerkleider

Dienstag, 10. Juni 2008

Es ist Sommer, egal ob man schwitzt oder friert

Don't feel like bloggen. Feel like leben.

Samstag, 31. Mai 2008

Wutanfall

Gibt es irgendwo eine ernstzunehmende Kampagne gegen Roland Koch und für seinen unverzüglichen Abzug aus allen Bereichen des politischen Lebens, an der ich mich beteiligen kann? Ich halte ihn für absolut unerträglich und die Gegendefinition von demokratisch und integer.

Ach so: Die Wut kommt hierher.

Dienstag, 13. Mai 2008

ReisReisReisReisReisReisReisReisReisReis

Da es im Bereich der Frühlings-Rockstar-Gefühle nichts Neues zu vermelden gibt und ich seit heute wieder meinem (sehr spannenden) Büroalltag nachgehe, gebe ich die aktuellen Nachrichten wieder. Da gibt es heute genau eine, die meine Aufmerksamkeit länger als fünf Sekunden gefesselt hat (wenn ich noch mehr über Birma oder Angst, Hass, Titten und den Wetterbericht lese, wird mir nämlich schlecht). Falls es noch jemandem so geht, gibt es hier eine Empfehlung:

www.freerice.com


Bei der Website geht es darum, mit einem Englisch-Vokabel-Trainer Reiskörner zu sammeln, die an das UN-Welternährungsprogramm gespendet werden. Und dabei handelt es sich auch nicht um virtuellen, sondern echten, physischen Reis. Für jede richtig geratene Vokabel hat man den Spendern, die unten auf der Seite zu sehen sind, das Geld für 20 Körner Reis aus der Tasche gelockt. Da ich den Knopf für die schnelle Weltverbesserung noch nicht gefunden habe, müssen bis dahin kleine Aktionen wie diese Website den Beitrag leisten. (Lass die Seite keinen Hoax sein, bitte...)

P.S.: Der Wetterbericht ist okay.

Sonntag, 11. Mai 2008

Plan B

Mit der Sonne kommt das Hormongestöber, mit dem Frühling folglich das Verrücktsein, und mit dem Besuch eines Muff Potter-Konzerts der Wunsch, für den Rest meines Lebens Nagels Freundin zu sein oder wenigstens mal an der Theke neben ihm zu sitzen, wenn es für das Erste nicht reichen sollte. Nicht förderlich in der Hinsicht ist meine Bekanntschaft zu Paula, die ich auf dem Konzert kennenlernte und die meine pubertären Bedürfnisse nicht nur förderte, sondern sogar noch mit ihren eigenen pubertären Bedürfnissen überstieg.

Heute waren wir zusammen auf dem Karneval der Kulturen in Kreuzberg. Ein Mitarbeiter des Informationsstands der zitty (zweiwöchiges Berliner Tages- und Nacht-Programm-Magazin) fragte uns, nachdem wir keine kostenlosen Stellenanzeigen aufgeben wollten:
"Ihr seid Singles, oder?"
- "Ja."
- "Das sieht man."

Trotz der Tatsache, dass sich der Herr mit der Bemerkung "Das merkt man" präziser ausgedrückt hätte, fühlte ich mich ein wenig indigniert, falls es diesen Ausdruck gibt. Der Karneval war toll, hunderttausend Menschen tummelten sich auf und um den Blücherplatz am Halleschen Tor und brachten die benachbarte Brücke, die über den Landwehrkanal führt, zum Beben - was ein wenig beängstigend war, da das keine kleine Fußgängerbrücke, sondern eine für Autos ist und somit massiv aus Stahl und Beton etc. gebaut wurde. (Das nehme ich zumindest an.)

Morgen ist dann ein Riesenumzug mit mehreren hundert Gruppen, die für eine Strecke von 3,5 Kilometern neun Stunden brauchen werden. Außerdem noch mehr Bands und schräge KünsterInnen, Sonne und selbstgemachte Köstlichkeiten aus fast aller Welt. Ich bin sehr gespannt.

Sonntag, 4. Mai 2008

Think big

Der Plan zur beruflichen Zukunft steht fest: Ich werde Geschäftsführerin der Stiftung Weltverbesserer. Wir - wer das ist, würde ich später abklären - müssten noch ein Programm ausarbeiten und Stiftungskapital herbeizitieren. Allerdings habe ich in der Hinsicht bereits einen zweiten Weltverbesserer gefunden, der bereit wäre, seine Lebensversicherung aufzukündigen und somit 70 Euro zu ebenselbigem Kapital beizutragen. Praktischerweise ist das auch dieselbe Person, die die Gründung der Stiftung Weltverbesserer vorgeschlagen hat. Wie auch immer. Ich werde Geschäftsführerin werden, und alles andere wird sich ergeben. Schlussendlich - so sieht es das Szenario vor - wird sich die Welt (Unternehmen, Regierungen, Völker etc. pp.) unseren Idealen vor die Füße werfen. Danach erweitern wir unseren Tätigkeitsbereich auf die nächste zu erreichende Population. Personal zur Bewältigung der anfallenden verwaltungstechnischen Aufgaben wird ab sofort über www.maliena.twoday.net rekrutiert. Kritiker der Idee sollten sich ebenfalls auf dieser Plattform zu Ausdruck verhelfen, damit ich die Größe unser Gegnerschaft bei weiteren Konzeptausarbeitungen miteinkalkulieren kann.

... und laut zu sagen: Nein.

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